Samstag, 7. März 2020

Kein Mann seiner Klasse

Christian Baron: Ein Mann seiner Klasse. Claassen-Verlag, Berlin 2020. 288 S




Zusammenfassung

Christian Baron hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben, dem man, bei aller Kritik, viele Leser wünscht. Vor allem solche, die es sich in ihrer Mittelschichtsblase bequem gemacht haben und denken, Verhältnisse, wie sie Edouard Louis und Didier Eribon in ihren Autobiografien beschreiben, gäbe es nur in Frankreich. Nein, auch im Sozialstaat Deutschland gibt es ein Milieu der Abgehängten, Dauerarbeitslosen und prekär Beschäftigten, die von der Sozialverwaltung gerne in abgelegene Viertel abgeschoben werden. Ein Milieu, das man mit dem Ausdruck “sozialschwach” verniedlicht und das gerne als “bildungsfern” bezeichnet wird, wobei fehlende Bildung in der Regel noch das geringste Problem ist: Es ist die Welt der Deklassierten, die selten in der Lage sind, sich aus ihrer Situation zu befreien, weil Suff, Gewalt und Passivität eine unüberwindliche Mauer bilden. Diese Milieus findet man nicht erst seit Hartz IV in den Mittel- und Großstädten, sondern sie existieren seit den 50er Jahren, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Kaiserslautern ist kein Einzelfall.
Wie es in dieser Welt konkret zugeht, was ein Kind dort erleben kann und unter welchen Umständen ein individueller Aússtieg dennoch möglich ist, davon berichtet Christian Baron ohne Sentimentalität und ohne Beschönigung. 
Das ist kein “Armutsroman”, sondern eine Sozialreportage, auch wenn sie sich romanhafter Mittel bedient. 


Vorläufer

“Ein Mann seiner Klasse”, die Geschichte einer Familie aus dem prekären Milieu Kaiserslauterns, ist sozusagen die deutsche Version von Edouard Louis’ ”Das Ende von Eddy” und Didier Eribons “Rückkehr nach Reims”. Sie reiht sich nahtlos ein in die Galerie literarischer Entdeckungen zum Thema sozialer Aufstieg aus der Unterschicht in die (meist akademische) Mittelschicht. Ausgelöst wurde der Trend durch den enormen Erfolg auf dem Buchmarkt, den Annie Ernaux in Deutschland mit ihrer Soziobiographie “Die Jahre” hatte.  

Dabei ist das Thema nicht wirklich neu. Ernaux’ Bücher wurden schon in den 70er Jahren ins Deutsche übersetzt. In Deutschland gab es eine erfolgreiche literarische Vorläuferin, nämlich Ulla Hahn, die ihre Biographie und ihren Aufstieg aus rheinisch-katholischem Arbeitermilieu, romanhaft verkleidet, einem interessierten Publikum präsentieren konnte und damit Erfolg hatte. Daneben gab es regionale Berichte, teilweise im Selbstverlag erschienen, die das Leben der in der deutschen Provinz der Nachkriegszeit und die Mühen des sozialen Aufstiegs anschaulich und informativ beschrieben. (Wimmer, Ebbmeyer)1.  

Was damals jedoch völlig fehlte waren die heutigen Klagen über die Mühen des sozialen Aufstiegs, das Gejammer und die Scham über den angeblichen “Klassenverrat”. Merkmale, die für einen Erfolg im Feuilleton heute unumgänglich zu sein scheinen.

Der ökonomische Erfolg von Ernaux, Eribon und Louis hat den Boden für jüngere deutsche Autoren vorbereitet und die Verlage sind aufgewacht. Sehr früh am Start waren  Daniela Dröscher mit “Zeige deine Klasse” und Anke Stelling mit “Schäfchen im Trockenen”. Nun also Christian Baron.


Das Milieu

Die bedrückende Lektüre erlaubt einen verstörenden Einblick in ein Milieu, wie man es leider überall in Deutschland vorfinden kann. Es ist das Milieu der Schlichtwohnbauten, der Sozialwohnungen für Obdachlose, der Verlierer der Gesellschaft: das Prekariat, wie es oft spöttisch heißt. Die Menschen die dort wohnen sind nicht faul, sondern oft von der Arbeit schwer gezeichnet, aber auch unfähig, sich aus eigener Kraft. aus dem Elend zu befreien.
So auch die Familie von Christian Baron. Die Mutter ist früh, mit 16 Jahren, schwanger geworden. Sie verliert das erste Kind und der Kindsvater verlässt sie. Der neue Mann, der in ihr Leben tritt, wirbt in rührender Weise um sie und hat Erfolg bei ihr. Fünf weitere Kinder bringt die junge Mutter in den folgenden Jahren auf die Welt, Christian ist ihr zweites Kind, das überlebt. Aber leider hat die Mutter mit der Wahl des Mannes und Vaters ihrer Kinder nicht das große Los gezogen, sondern eine komplette Niete.

Wie bei Eribon und Louis ist der gewalttätige, unbeherrschte Vater der böse Geist im Haus, der sich mehr und mehr als verantwortungsloser Säufer herausstellt. Ein toxisches Exemplar seines Geschlechts, das kein Mitleid sondern nur Verachtung verdient. Er schlägt die Mutter, er schlägt die Kinder, verbringt seine Freizeit am liebsten in der Kneipe und lässt sich dort als Schwadroneur feiern. Er versäuft das Geld für die Geburtstagsgeschenke seiner Kinder und, man hätte es ahnen können, macht sich irgendwann aus dem Staub.


Die Frauen 

Es gibt aber heimliche “Heldinnen” in dieser Erzählung vom sozialen Aufstieg aus elenden Verhältnissen. Es sind die Mutter, zwei Tanten und eine Grundschullehrerin. Die Geschichte dieser Heldinnen wird leider in den Rezensionen viel zu wenig thematisiert und gewürdigt. Das gilt im Übrigen auch für die Soziobiographien von Annie Ernaux, Didier Eribon und Edouard Louis. Auch bei diesen findet man immer eine Frau im Hintergrund, meistens die Mutter, die den sozialen Aufstieg des Kindes tatkräftig befördert, und immer ist auch ein Lehrer oder eine Lehrerin da, die auf dem schulischen Weg helfen.

Als Barons Mutter mit nur 32 Jahren an Krebs stirbt, nimmt ihre Schwester, Tante Juli, die vier Kinder zu sich. Sie und eine engagierte Grundschullehrerin setzen sich für den begabten Jungen ein, den trotz bester Noten kein Gymnasium nehmen will.
Er besucht die Gesamtschule, später die Oberstufe und macht schließlich Abitur, Danach studiert er Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik, wird Journalist und Autor. Der Aufstieg in die akademische Mittelschicht ist vollzogen.


Der Vater: Ein Mann seiner Klasse? Ein Mann ohne Wahl?

Baron schreibt: 
“Unser Vater war ein Mann seiner Klasse. Ein Mann der kaum eine Wahl hatte, weil er wegen seines gewalttätigen Vaters und einer ihn nicht auffangenden Gesellschaft zu dem werden musste, der er nun einmal war.” Und: “Das entschuldigt nichts, erklärt aber alles". 2
“Musste” er? Es gibt doch viele Väter aus der Unterschicht, die NICHT so sind oder waren wie der Vater des Autors. Ist denn die Brutalität, der Suff, die Vernachlässigung entschuldbar, bloß weil man dem ärmeren Teil der Gesellschaft angehört? Hatte der Vater keine Chance, ein "guter Vater" zu werden? Wer hat ihn gezwungen so zu werden wie er war? Und umgekehrt:  Gibt es nicht  auch Väter der Mittelschicht, die ihre Kinder vernachlässigen und gewalttätig sind? Ist das ebenfalls durch die soziale Lage erklärbar?

Der Autor scheint auch nicht zu sehen, dass dieser Satz im eklatanten Widerspruch zu seinem  eigenen Leben steht. Christian Baron und sein Bruder hätten ja demnach wie ihr Vater ein  ignorantes und arrogantes Exemplar seiner “Klasse” werden müssen. Aber warum wurden sie es nicht? Ist vielleicht das Milieu doch nicht die Erklärung für das Versagen, sind es vielleicht doch individuelle Gründe eher als gesellschaftliche Bedingungen erklärende Größen für ein Leben in Gewalt und Suff?
Verstörend ist dennoch die Tatsache, dass Christian der einzige in der Familie bleibt, der dem Milieu entfliehen kann. 
Irgendwann hat jeder die Wahl. Es mag jemand schwer im Leben haben, ein verantwortungsloser Vater und Ehemann zu werden ist eine freiwillige Entscheidung. 

Das Buch endet viel fragender, zweifelnder, was das totale Versagen seines Vaters anging: Die Antwort nach den Gründen dafür bleibt nämlich offen, ganz im Gegensatz zu seiner Behauptung, dass sein Vater ein Mann war, der kaum eine Wahl hatte.
“Wer oder was hat meinen Vater umgebracht? Sein Kummer? Seine Krankheit? Sein Körper? Seine Arbeit? Seine Armut? Seine Klasse”. Sein Sohn?” (S.279)


Das Schulsystem

Christian Baron hat in verschiedenen Interviews Stellung genommen zu angeblichen und echten Defiziten der deutschen Gesellschaft. So zur Rolle des Schulsystems.
In einem Interview mit Andrea Gerk vom NDR sagte er 3 :
"In Deutschland gibt es eine Trennung, da werden die Bildungsweichen früh gestellt. Nach der Grundschule muss man quasi schon entscheiden, ob man Abitur machen wird oder nicht, insofern ist es in dieser Klassengesellschaft, wie es die deutsche ist, überhaupt nicht möglich, aus eigener Kraft da rauszukommen. Also es hat diese Türsteher geben müssen, die an den verschiedensten Punkten waren und interessanterweise überwiegend weiblich."
Dem widerspreche ich aus eigener Erfahrung. Nichts ist entschieden, wenn nach der 4.Klasse der Zugang zum Gymnasium verwehrt wird. Dies zeigt Barons eigene Geschichte. Der Übergang in eine Gesamtschule mit späterer Zulassung zur gymnasialen Oberstufe öffnet ebenfalls die Tür zum Studium. Und diesen Weg ist Baron, wie viele andere auch, gegangen. Die Bildungsweichen werden tatsächlich nicht unabänderlich im Alter von 10 Jahren gestellt, sondern es gibt danach noch sehr viele Wege, die zur Studienberechtigung führen. Man findet sie in Fachschulen, Fachoberschulen, Beruflichen Gymnasien und Schulen des Zweiten Bildungsweges. Nichts ist früh entschieden, auch wenn der Weg manchmal länger sein mag. Aber sicher gilt: Es muss, wie im 4.Schuljahr Türsteher geben, die den Weg weisen können und man muss sich selbst informieren, wenn man alt genug ist.


Ausblick

Die Lektüre des Buches von Christian Baron macht betroffen. Es bleibt die Frage, ob wir aus dem Schicksal Christian Barons und vieler anderer etwas lernen können? 
Vielleicht können wir daraus lernen nicht nachzulassen in den Anstrengungen, Kindern den Ausstieg aus dem Milieu zu ermöglichen und sie dabei zu stärken, einen eigenen Weg zu gehen. Durch staatliche Förderprogramme in der Schulzeit, durch institutionalisierte “Türsteher” in den Grundschulen, durch großzügige Unterstützung der Mütter. Dabei sind vor allem die sozialen Institutionen in der Pflicht, Kita, Schule, Sozialverwaltung, die genauer hinschauen müssen, wie sich Kinder entwickeln, wie sie gefördert werden können, welche Chancen ihnen durch unzumutbaren Lebensumständen möglicherweise verwehrt werden. 
Viele Ideen und Vorschläge dazu findet man in dem Buch von Jeremias Thiel: "Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance" 4 , das mehr analytisch und weniger autobiographisch seinen Aufstieg aus hoffnungslos scheinender sozialer Lage darstellt. Jeremias Thiel stammt übrigens wie Christian Baron ebenfalls aus Kaiserslautern.

Anhang

Anmerkungen
1.Maria Wimmer: Die Kindheit auf dem Lande. rowohlt, Hamburg 1978
Rosemarie Ebbmeyer: Später wird's schöner: Skizzen einer Kindheit im Ried. Amazon Books on Demand; 2.Auflage Januar 2015

2 Herkunft. Ganz egal, ob geprügelt und ob das Geld versoffen wurde: Ich wollte immer genau so werden wie mein Vater  Christian Baron | Der Freitag Ausgabe 10/2019 https://www.freitag.de/autoren/cbaron/ein-mann-seiner-klasse
Zuletzt besucht 3.3.2020

3 Christian Baron in einem Interview mit Andrea Gerk: Das Leben ganz unten - ein Erfahrungsbericht.
https://www.ndr.de/kultur/buch/Ein-Mann-seiner-Klasse-Das-Leben-ganz-unten,mannseinerklasse102.html 
Zuletzt besucht 3.3.2020

4 Jeremias Thiel: Kein Pausenbrot, Keine Kindheit, Keine Chance. Wo sich  Armut in Deutschland anfühlt und was sich ändern muss. Piper Verlag, München 2020

Rezensionen
Rezenionsübersicht vom Perlentaucher: 
https://www.perlentaucher.de/buch/christian-baron/ein-mann-seiner-klasse.html

«Ein Mann seiner Klasse»: Selbst am untersten Rand der Gesellschaft schaut man noch auf andere herunter Paul Jandl NZZ online 12.02.2020
https://www.nzz.ch/feuilleton/christian-baron-erzaehlt-ueber-sich-als-kind-der-unterschicht-ld.1539612 

Prekär in Kaiserslautern. Eine Rezension von Ijoma Mangold
https://www.zeit.de/2020/06/ein-mann-seiner-klasse-christian-baron-unterschicht-buchrezension/komplettansicht

Herkunft lebenslänglich. Ist sozialer Aufstieg in Deutschland überhaupt möglich? Neue Bücher wie Christian Barons "Ein Mann seiner Klasse" verdichten Kindheitserinnerungen zum vehementen Zweifel. Von Johannes Schneider
https://www.zeit.de/kultur/literatur/2020-02/unterschicht-christian-baron-rene-marik-literatur-marxismus 

Das Leben ganz unten - ein Erfahrungsbericht >>Ein Mann seiner Klasse<<.von Christian Baron. Vorgestellt von Andrea Gerk
https://www.ndr.de/kultur/buch/Ein-Mann-seiner-Klasse-Das-Leben-ganz-unten,mannseinerklasse102.html 

Auf ein Spaghetti-Eis mit Christian Baron. NDR Kultur Reporterin Andrea Gerk hat Christian Baron in einer Berliner Eisdiele auf ein Spaghetti-Eis getroffen und mit ihm über seinen Roman "Ein Mann seiner Klasse" gesprochen. (Audio)
https://www.ndr.de/media/Auf-ein-Spaghetti-Eis-mit-Christian-Baron,christianbaron102.html
https://www.ndr.de/kultur/buch/Ein-Mann-seiner-Klasse-Das-Leben-ganz-unten,mannseinerklasse102.html

SWR2 Kultur Neu Entdecken.BUCHKRITIK. Christian Baron - Ein Mann seiner Klasse
Rezension von Jann-Luca Künßberg. (Dort als MP3)
https://www.swr.de/swr2/literatur/Buchkritik-Christian-Baron-Ein-Mann-seiner-Klasse,christian-baron-ein-mann-seiner-klasse-100.html

Ganz wird man die Herkunft eben doch nie los
Mit Bov Bjergs "Serpentinen" und Christian Barons "Ein Mann seiner Klasse" erzählen gerade zwei sehr lesenswerte Bücher von Männern, die ihrem Milieu entkommen wollen und dabei scheitern. Von Felix Stephan SZ 31. Januar 2020, 18:45 Uhr
(Ein recht alberner Titel, den keiner der beiden “scheitert”, sondern beide schaffen die Flucht aus dem Milieu. R.W.)

VOX-Doku: "Asternweg - Ein Jahr danach": Das haben die Bewohner erlebt - Promis, https://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Asternweg-Ein-Jahr-danach-Das-haben-die-Bewohner-erlebt-id37362877.html 
Trailer: https://www.99pro.de/formate/asternweg/ 

Arno Frank: Schicksal einer deutschen Mittelstadt. Das abgehängte Kaiserslautern
Der Autor Christian Baron lebt in Berlin, fährt aber regelmäßig in seine Heimatstadt. Dort sieht er schäbige Kneipen, heruntergekommene Viertel, einen drittklassigen Fußballverein. Aber auch den Stolz der Bewohner. 
https://www.spiegel.de/kultur/ein-mann-seiner-klasse-von-christian-baron-das-abgehaengte-kaiserslautern-a-00000000-0002-0001-0000-000169587549 

Donnerstag, 5. März 2020

Ein Kind steigt aus



Noch ein Bericht aus dem prekären Milieu Deutschlands? Ja, und wie bei Christian Barons “Ein Mann seiner Klasse” sogar aus der gleichen Stadt, Kaiserslautern.  Aber diesmal weniger eine Autosoziobiografie (Ernaux) als ein sozialpolitisches Manifest zur Bekämpfung von Armut, eingebettet in die eigene, noch kurze Lebensgeschichte.

Das Buch von Jeremias Thiel beeindruckt in der Darstellung der außergewöhnlichen psychischen Leistungen des verwahrlosten Kindes Jeremias, geboren 2001, der sich mit elf Jahren sozusagen an den eigenen Haaren aus dem gröbsten Elend befreit, indem er mit dem Zwillingsbruder zum Sozialamt geht und um Hilfe bittet. Zu Hause war ein kindgerechtes Leben mit einer psychisch kranken Mutter und einem depressiven Vater nicht mehr möglich.

Es folgt eine Lehrstück über staatliche Hürden und Hilfen und Institutionen, die es in unserem Land ermöglichen, trotz ungünstigster sozialer Voraussetzungen einen erfolgreichen Lebensweg einzuschlagen. Über SOS-Jugendhof, Gesamtschule und Robert Bosch College in Freiburg bis bis in die USA an eine renommierte Universität.

Viele haben ihm auf diesem Weg geholfen und es waren nicht zuletzt die Vertreter staatlicher Institutionen, der Klassenlehrer an der Gesamtschule, der Sachbearbeiter im Jugendamt, die Sozialarbeiter im Jugendhof  usw., die ihn förderten, die ihm ein anderes Leben zeigten und ihm so einen Ausweg eröffneten.  

Nötigt nicht nur die Befreiung aus dem Milieu großen Respekt ab, so auch die Schlüsse, die Jeremias aus seiner Prekariats-Kindheit zieht. Hier wird weder gejammert über die Mühen des Ausstiegs noch über den Klassenverrat räsoniert, er schämt sich nicht für seinen Aus- und Aufstieg und schon gar nicht wird ein Staatspräsident für das soziale Elend der Eltern verantwortlich gemacht, wie bei Édouard Louis. Auch sieht er im deutschen Schulsystem kein generelles Hindernis für den Bildungsaufstieg, wie es Christian Baron tut. Jeremias gibt konkrete Hinweise und macht ganz detaillierte Vorschläge, beruhend auf eigenen Erfahrungen, woran es an unserem Sozialstaat mangelt und wie dem abzuhelfen ist. Einen großen Teil des Buches ist diesen Analysen und Reformvorschlägen gewidmet. Das macht das Buch an manchen Stellen etwas dröge, ist aber auch hilfreich.

Jeremias ist mit Recht stolz auf das, was er bisher geleistet hat und hat einen offenen Blick für die Leistungen und die Mängel des deutschen Sozialstaates und er zieht einen logischen, aber nicht immer populären Schluss daraus. Er zeigt politisches Engagement und engagiert sich in einer Partei, der SPD.

Sein Resümee ist nicht schönfärberisch:
“Ich habe Hilfe eingefordert, und ich habe sie von vielen Menschen auch bekommen. Diesen Menschen bin ich von Herzen dankbar. Aber ich weiß auch: Wenn sehr viele Kinder und Jugendliche in der gleichen Weise Hilfe einfordern würden, wäre das gesamte System unserer Jugendhilfe vom Kollaps bedroht. Dafür sind wir nämlich zu viele.”
Ich wage die Prognose: da wächst ein sozialdemokratischer Politiker heran. Und ich hoffe, dass man auf seine Stimme schon heute hört.

Jeremias Thiel: Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance. Wie sich Armut in Deutschland anfühlt und was sich ändern muss. 224 Seiten. Piper Verlag 2020


Links:

Blog des Piper Verlags zum Buch:
Aufwachsen in Armut. Wie sich Armut in Deutschland anfühlt und was sich ändern muss.

Jeremias Thiel spricht mit SWR1-Moderatorin Katja Heijnen über seine Kindheit in Kaiserslautern, die er auf die einfache Formel bringt: "Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance".
Sendung vom 29.3.2020 10:00 Uhr, Leute, SWR1 Rheinland-Pfalz

Kinderarmut ein Gesicht geben. Von Kim Kindermann
Jeremias Thiel: „Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance“
Deutschlandfunk Kultur

Früher Hartz IV - Heute Student in USA
Jungautor Jeremias Thiel - der Armut entkommen (Audio)
Aus der Sendung “Landesschau”, Do, 19.3.2020 18:45 Uhr, 
Landesschau Rheinland-Pfalz, SWR Fernsehen RP


Mittwoch, 4. März 2020

Cihan Acar: Hawaii.

Kemal will weg

Kemal ist wieder zurück aus der Türkei, wo er sich als Profifußballer eine Fußverletzung zuzog, die seiner Karriere ein (vorläufiges?) Ende bereitet hat. 
Zurück in Heilbronns “sozialem Brennpunkt” Hawaii, trifft er seine Eltern (die gerade in die Türkei abreisen wollen), seine alten Freunde (die aber keine mehr sind), und seine Ex-Freundin, die er für die Karriere in der Türkei verlassen hat. 

Drei Tage, ein knappes Wochenende, sind wir Begleiter des heimgekehrten Kemal, dem modernen Simplicissimus, im deutsch-türkischen Milieu. 
Die  Tour beginnt mit dem Besuch einer türkischen Hochzeitsfeier und einem Abstecher in die “Bierhölle”, und endet  mit den Nachwehen einer nächtelangen Straßenschlacht zwischen Türken und Rechtsradikalen auf heilbronns Straßen. Danach will Kemal nur noch weg aus Heilbronn. Auf eine Reise ohne Ziel.
“Das mit der Reise ohne Ziel stimmte gar nicht  Ich wusste ganz genau, wo ich hinwollte. An einen Ort, an dem ich der sein kann, der ich bin. Nicht Kemal, der Fußballer, nicht Kemal der Arbeitslose, der Herumtreiber, der Versager, der Verräter, der Verkäufer, der Typ zwischendrin. Sondern einfach nur ich.So einen Ort musste ich finden. Und wenn es ihn nicht gibt, dann muss ich halt für immer suchen.”(254)
Ein Roman über ein langes Wochenende in Heilbronn? Dass ich so etwas lesen würde, hätte mir mal jemand prophezeien sollen. Ich hätte es nicht mal ignoriert.
Es lohnt sich aber, denn Cihan Acar hat einen unterhaltsamen, leichten und dabei schrägen und keinesfalls seichten Roman geschrieben, der uns in die deutsche Provinz führt und uns lehrt: Jeder Ort kann Schauplatz eines Romans sein, wenn es einen Autor wie Cihan Acar gibt, der uns in diese kleine Welt einführt.
Von diesem Autor werden wir hoffentlich noch mehr hören.

Cihan Acar: Hawaii. Hanser Berlin, Berlin 2020, 254 Seiten.


Links:

WDR Kultur Bücher
Cihan Acar - Hawaii. Von Peter Henning

Literaturkritik.de
Atemlos durch Heilbronx. Im Debütroman „Hawaii“ von Cihan Acar geht es hoch her. Von Frank Riedel 


Montag, 2. März 2020

Katja Oskamp: Marzahn, mon amour.


Marzahn, mon amour. Geschichten einer Fußpflegerin. Autorin: Katja Oskamp
Verlag: Hanser Berlin Erscheinungsdatum: 22.7.2019 ISBN: 978-3-446-26414-4

Katja Oskamp schreibt, dass sie in den mittleren Jahren, nachdem ihre literarische Karriere stoppte, ganz unten angekommen sei: bei den Füßen. Was sie aus dieser Perspektive zu berichten weiß, sind berührende Geschichten aus dem Alltag in Marzahn. Ihre Klienten sind Frau Guse (85), die es gerne hat, wenn Dialoge stereotyp ablaufen, Herr Paulke, ein Ureinwohner von Marzahn mit immer wieder neuen “reparaturbedürftigen” Stellen, die “Zustimmungskünstlerin” Frau “Wollt-ick-grade-sagen”-Blumeier, die alles selber macht, sogar die Behindertenwitze und ein furchtbares Schicksal hinter sich hat. Es gibt aber auch den waschechten Parteifunktionär Herrn Pietsch, der ihren Einsatz von oben herab würdigt: “Gute Arbeit, Genossin”. Er hätte gerne ein weitere erotische Eroberung gemacht. Aber da hat er bei Frau Oskamp ganz schlechte Karten. 

Sechzehn solcher Porträtskizzen bereitet Katja Oskamp vor uns aus, jede fünf bis sechs Seiten lang. Mit einer Ausnahme: Das Leben von Gerlinde Bonkat (80) ist so einzigartig, dass dafür 17 Seiten kaum reichen. Frau Bonkat, die mit sieben Jahren aus Ostpreußen flüchtete, ihr Leben lang um kleinste Anerkennung kämpfen musste und sich dennoch nie als Opfer darstellt. Für Katja Oskamp “eine emanzipierte Nonne auf freier Wildbahn, eine Nonne im Plattenbau.”

Es sind allesamt Geschichten über Arbeit, Liebe, Alter, Krankheit und das ganz normale Leben vor und nach der Wende. Deutsche Sozialgeschichte anhand von (vorwiegend Frauen-)Schicksalen erzählt. 
Man möchte manche der Frauen in den Arm nehmen, fest drücken und danken für das, was sie in ihrem Leben geleistet haben. Frau Oskamp hat das stellvertretend für mich und andere übernommen und daraus ein wunderbares Buch gemacht.

P.S.: Es gibt ein thematisch ähnlich angelegtes Buch über das Berliner Scheunenviertel, das schon sehr viel früher, vor der Wende,  erschienen ist, und das ich ebenfalls empfehlen kann: Irina Liebmann, Berliner Mietshaus. Mitteldeutscher Verlag, 1982. ISBN: 3354000260
(sowie Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1990. ISBN: 362710076X und Berlin Verlag Taschenbuch, 2002: ISBN: 9783833302428).

Weiterführende Links zu Katja Oskamps Buch:
SWR 2: Lesung und Gespräch mit der Autorin. 

DLF Kultur: Katja Oskamp, Schriftstellerin und Fußpflegerin.
Was Füße und ihre Besitzer einer Autorin erzählen
 
SWR 2: Eine Fußpflegerin in Marzahn.
Katja Oskamp erzählt Geschichten von unten.
  
Autorin und Fußpflegerin in Marzahn
„Zehennägel schneiden – und dabei geht es ums Leben“

Bei Zeit-Online hat die Schriftstellerin einen Blog „Freitext„,
in dem sie einzelne dieser Geschichten erzählt:

Fußpflegerin auf dem zweiten Bildungsweg.
Nach zwei Romanen und einem Prosaband erzählt Katja Oskamp
jetzt in „Marzahn mon amour“ Geschichten aus dem richtigen Leben.

Sonntag, 1. März 2020

USA 21. Jahrhundert


Eine ganz normale amerikanische Geschichte?




Zwei Jahre lang lebte Jonathan Raban mit einer Geschichte, die so amerikanisch war, dass einige Amerikaner sie nicht als eine besondere Geschichte erkennen würden. Nach Irgendwo zu ziehen, zu scheitern und dann sich neu auf den Weg zu machen ist so ur-amerikanisch und erscheint so vertraut, dass es für die Amerikaner fast unbemerkt bleibt. “So what?”

Es ist die Geschichte der Besiedlung, Urbarmachung und Kultivierung der nördlichen Staaten Montana und Wyoming. Ausgelöst durch den Bau der Eisenbahn bis an die Nordgrenze der USA Anfang des 20. Jahrhunderts, befeuert durch intensive Werbekampagnen und großspurige Versprechungen der Eisenbahngesellschaft, die Siedler aus Europa und von der amerikanischen Ostküste anwarb, um durch die fälligen Gütertransporte ihre Investitionen profitabel zu machen. Eine Geschichte vom schnellen Aufschwung der Besiedlung und ebenso schnellen Niedergang. 
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Dienstag, 7. Januar 2020

Gauland und Goebbels

Gauland hatte sich zum Wahldesaster in Thüringen im Januar 2020 folgendermaßen geäußert:
Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland

Diese Destruktionsstrategie hat er von einem berühmten Vorbild übernommen:


Joseph Paul Goebbels über Demokratie
"Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir."
Was wollen wir im Reichstag?, in: Der Angriff vom 30. April 1928

Samstag, 4. Januar 2020

Meine Leseliste 2018 - 2019

Dezember 2019 gekauft
Gelesen
  • Annie Ernaux: Eine Frau
  • Annie Ernaux: Une Femme
  • Henry Rousso: Vichy - Frankreich unter deutscher Besatzung 1940-1944
  • Annie Ernaux: Eine Frau
  • Annie Ernaux: Une Femme
  • Büscher/Kensche/Schmitt: Acht deutsche Sommer
November 2019 gekauft
Gelesen
  • Büscher/Kensche/Schmitt: Acht deutsche Sommer
  • Hermann Hesse: Unterm Rad
  • Robert Musil: Verwirrungen des Zöglings Törleß
  • Clemens Klünemann: Sigmaringen. Eine andere deutsch-französische Geschichte
  • Hermann Hesse: Unterm Rad
  • Robert Musil: Verwirrungen des Zöglings Törleß
  • Clemens Klünemann: Sigmaringen. Eine andere deutsch-französische Geschichte
Oktober 2019 gekauft
Gelesen
September 2019 gekauft
Gelesen
  • Dubois, Jean Paul: Ein französisches Leben
  • Jean-Philippe Blondel: Ein Winter in Paris
  • Thomas Frank: Was ist mit Kansas los?
  • Olivier Philipponnat, Patrick Lienhardt: Irène Némirovsky: Die Biographie
August 2019 gekauft
Gelesen
  • Nicolas Mathieu: Wie später ihre Kinder
  • Yasmin Reza: Glücklich die Glücklichen
  • Michel Houellebecq: Serotonin
Juli 2019 gekauft
Gelesen
  • Hirschfeld/Marsh: Kollaboration in Frankreich
  • Arlie Russell Hochschild: Fremd in ihrem Land
  • Walter Bargatzky: Hotel Majestic
  • Jean-Paul Sartre: Paris unter der Besatzung
  • Francois Dufay: Die Herbstreise
  • Martin Walker: Reiner Wein
  • Hirschfeld/Marsh: Kollaboration in Frankreich
  • Walter Bargatzky: Hotel Majestic
  • Francois Dufay: Die Herbstreise
  • Jean-Paul Sartre: Paris unter der Besatzung
Juni 2019 gekauft
Gelesen:
  • Annie Ernaux: Der Platz
  • Undine Zimmer: Nicht von schlechten Eltern
  • Arno Schmidt: Leviathan
Mai 2019 gekauft
Gelesen
  • Ernst Jünger: Siebzig verweht III
  • Richard Bessel: Lee Miller - Deutschland 1945
  • Heinz Bude: Adorno für Ruinenkinder
  • Felix Hartlaub: Kriegsaufzeichnungen
  • Agnès Poirier: An den Ufern der Seine
  • Acid. Neue amerikanische Szene
April 2019 gekauft
Gelesen
  • Ernst Jünger: Gärten und Straßen
  • Hans Buchheim: Mein Paris. Eine Stadt im Krieg
  • Irina Liebmann: In Berlin
  • Irina Liebmann: Berliner Mietshaus
  • Ernst O.Paetel: Ernst Jünger
  • Manfred Flügge: Paris ist schwer
  • Ernst Jünger: Strahlungen 3
  • Ernst Jünger, Strahlungen 2
  • Hans Buchheim: Mein Paris. Eine Stadt im Krieg
  • Ernst Jünger: Gärten und Straßen
  • Ernst O.Paetel: Ernst Jünger
  • Manfred Flügge: Paris ist schwer
  • Irina Liebmann: In Berlin
  • Irina Liebmann: Berliner Mietshaus
März 2019 gekauft
Gelesen
  • Gerhard Heller/Jean Grand: In einem besetzten Land
  • Annie Ernaux: Der Platz
  • Ernst Jünger: Strahlungen 1 u. 2
  • Urs Faes: Halt auf Verlangen
  • Gerhard Heller/Jean Grand: In einem besetzten Land
  • Ernst Jünger: Strahlungen 1
  • Urs Faes: Halt auf Verlangen
Februar 2019 gekauft
Gelesen
  • Edouard Louis: Wer meinen Vater umgebracht hat
  • Anke Stelling: Bodentiefe Fenster
  • Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen
  • Edouard Louis: Wer meinen Vater umgebracht hat
  • Irène Némirovsky: Der Ball
  • Anke Stelling: Bodentiefe Fenster
  • Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen
  • Arthur Koestler: Der Yogi und der Kommissar
Januar 2019 gekauft
Gelesen
  • Felicitas Hoppe: Prawda
  • Irène Némirovsky: Der Ball
  • Michelle Obama: Becoming
  • Tom Drury: Das stille Land
  • Annie Ernaux: Erinnerungen eines Mädchens
Dezember Gekauft
Gelesen
  • Michelle Obama: Becoming
  • Tara Westover: Befreit
  • Scherr/Sachs: Bildungsbiografien Sinti Roma
  • A.R.Hochschild: Fremd in ihrem Land
  • Andreas Reckwitz: Die Gesellschaft der Singularitäten
  • Ta-Nehisi: We Were Eight Years in Power
  • Walter Häberle: Hilde, Sonntagskind
  • Ulla Hahn: Wir werden erwartet
  • Michelle Obama: Becoming
November Gekauft
Gelesen
  • Emmanuel Bove: Schuld (u. Gewissensbiss)
  • Tom Drury: Das stille Land
  • Annie Ernaux: Erinnerungen eines Mädchens
  • Stephan Thome: Gegenspiel
  • Ulla Hahn: Wir werden erwartet
Oktober Gekauft
Gelesen
  • Daniela Dröscher: Zeige deine Klasse
  • Robert Seethaler: Die weiteren Aussichten (Geschenk)
  • Michael Butter: “Nichts ist, wie es scheint” (Verschwörungstheorien)
  • Virginie Despentes: Vernon Subutex 2
  • Kursbuch 193: 301 Gramm Bildung
  • Ulla Hahn: Spiel der Zeit
  • Juli Zeh: Unterleuten
September Gekauft
Gelesen
  • Francoise Sagan: Ein bißchen Sonne im kalten Wasser (aus dem Bücherschrank Bessungen)
  • Clemens Meyer: Als wir Träumten
  • Joe R.Lansdale: Ein feiner dunkler Riss (Geschenk)
  • Dexter Filkins: Der Ewige Krieg (Geschenk)
  • Hermann Walter: Der Griff in die Seele (Geschenk)
  • Kursbuch 193: 301 Gramm Bildung
August Gekauft
Gelesen
  • Eva Douma: Sicheres Grundeinkommen
  • Ulla Hahn: Spiel der Zeit
  • Ijoma Mangold: Das Deutsche Krokodil
  • Virginie Despentes: Vernon Subutex 2
  • Ijoma Mangold: Das Deutsche Krokodil
Juli gekauft
Gelesen
  • Maria Wimmer: Die Kindheit auf dem Lande
  • T.C.Boyle: Hart auf Hart
  • Georg Hensel: Glück gehabt
Juni Gekauft
Gelesen
  • George Saunders: Zehnter Dezember
  • Chantal Jaquet: Zwischen den Klassen
  • Martin Suter, Alles im Griff
  • Joan Didion: Süden und Westen
  • Don Carpenter: Als kalt der Regen fiel
  • George Saunders: Zehnter Dezember
  • Martin Suter, Alles im Griff
  • Joan Didion, Süden und Westen
Mai Gekauft
Gelesen
  • Charles Portis: True Grit
  • Donald Ray Pollock: Die himmlische Tafel
  • Nick Hornby: Weniger reden und öfter mal in die Badewanne
  • Hans Magnus Enzensberger: Politische Brosamen
  • Don Carpenter: Als kalt der Regen fiel
  • Karl Marx: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte (Suhrkamp Studienbibliothek), Hauke Brunkhorst (Kommentator)
  • Alexander Kluge: 30. April 1945: Der Tag, an dem Hitler sich erschoß und die Westbindung der Deutschen begann.
  • Nick Hornby: Weniger reden und öfter mal in die Badewanne
  • Hans Magnus Enzensberger: Politische Brosamen (Auszüge)
  • Charles Portis: True Grit
April Gekauft
Gelesen
  • Nathalie Quintane: Wohin mit den Mittelklassen
  • Andreas Speit (Hrsg.): Reichsbürger, die unterschätzte Gefahr
  • Rosemarie Ebbmeyer: Später wird's schöner
März Gekauft
Gelesen
  • Hans-Werner Scheuing: Als Menschenleben gegen Sachwerte gewogen wurden. Die Geschichte der Erziehungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache. Mosbach/Schwarzacher Hof und ihrer Bewohner 1933-1945.
  • Karl Marx: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte (Suhrkamp Studienbibliothek), Hauke Brunkhorst (Kommentator)
  • Georg M. Oswald: Unsere Grundrechte: Welche wir haben, was sie bedeuten und wie wir sie schützen
  • Alexander Kluge: 30. April 1945: Der Tag, an dem Hitler sich erschoß und die Westbindung der Deutschen begann
  • Sven Regener: Wiener Straße
  • Hans-Werner Scheuing: Als Menschenleben gegen Sachwerte gewogen wurden. Die Geschichte der Erziehungs- und Pflegeanstalt für Geistesschwache. Mosbach/Schwarzacher Hof und ihrer Bewohner 1933-1945.
  • Tom Drury: Grouse County: Romantrilogie
  • Sven Regener: Wiener Straße
Februar Gekauft
Gelesen
  • Emmanuel Bove - ein Lesebuch (Werkausgabe Emmanuel Bove) Kindle Edition
  • Tom Drury: Grouse County: Romantrilogie Gebundene Ausgabe
Januar Gekauft
Gelesen
  • Emmanuel Bove: Flucht in der Nacht UND Einstellung des Verfahrens. 2 Romane
  • Stephen King: Es (Neuübersetzung)
  • Bernward Vesper: Die Reise