Sonntag, 1. März 2020

Eine ganz normale amerikanische Geschichte?




Zwei Jahre lang lebte Jonathan Raban mit einer Geschichte, die so amerikanisch war, dass einige Amerikaner sie nicht als eine besondere Geschichte erkennen würden. Nach Irgendwo zu ziehen, zu scheitern und dann sich neu auf den Weg zu machen ist so ur-amerikanisch und erscheint so vertraut, dass es für die Amerikaner fast unbemerkt bleibt. “So what?”

Es ist die Geschichte der Besiedlung, Urbarmachung und Kultivierung der nördlichen Staaten Montana und Wyoming. Ausgelöst durch den Bau der Eisenbahn bis an die Nordgrenze der USA Anfang des 20. Jahrhunderts, befeuert durch intensive Werbekampagnen und großspurige Versprechungen der Eisenbahngesellschaft, die Siedler aus Europa und von der amerikanischen Ostküste anwarb, um durch die fälligen Gütertransporte ihre Investitionen profitabel zu machen. Eine Geschichte vom schnellen Aufschwung der Besiedlung und ebenso schnellen Niedergang. 
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