Sonntag, 29. März 2020

Spannende Tage im März #14 COVID-19

Darmstadt

Gestern waren es noch 19°C, heute sind es 6°. Gestern habe ich meine Winterkleidung eingemottet, heute motte ich sie wieder aus. Jetzt kommen wieder die kälteren Tage.
Gestern und heute am Sonntag war weitgehend Corona-Entzug angesagt. Das heißt, keine Life-Sendungen im TV, kein “dauer-tagesschau24-anschauen” und keine Gesprächsrunden zum Thema. Dafür habe ich gestern, nach dem Joggen, bis in die Nacht auf dem TV nur 3sat angeschaut. Dort lief eine Oper nach der anderen und natürlich die drei wahrscheinlich populärsten Opern der Musikgeschichte: Aida, Carmen und Die Zauberflöte.

Man kennt ja den Inhalt dieser klassischen Werke, ist aber in der Regel, so wie ich, nicht so musikalisch gebildet, um die Qualität von Orchester und Musikern wirklich beurteilen zu können. Also verlegt man/ich sein Urteil auf die Inszenierung, die Originalität des Bühnenbildes und der Kostüme, auf die Optik. Viel Quatsch gibt es da manchmal zu sehen.

Aber gestern war ich von zwei Inszenierungen wirklich begeistert. Das waren die Bregenzer Aufführung von Carmen” auf der Bregenzer Seebühne und die Aufführung der “Zauberflöte in einem österreichischen Freilichttheater “Oper im Steinbruch St. Margarethen".

Das Bühnenbild der Bregenzer Aufführung konnten wir 2017 besichtigen und waren damals schon beeindruckt. Was wir nicht ahnen konnten, mit den optischen Spielereien war das Ganze perfekt und einfach umwerfend dargestellt (auch wenn es da ebenfalls manchen Quatsch zu sehen gab).
Die Spielkarten sind Flächen für die Videoprojektion. Es werden je nach Szene unterschiedliche Spielkarten oder Motive sichtbar gemacht.



Noch beeindruckender war die Inszenierung der Zauberflöte. Ein umwerfendes Bühnenbild und als Darsteller des Papageno Max Simonischek, der ein bekannter und anerkannter Schauspieler ist, als Sänger aber keine Karriere machen wird.
Dennoch ein unvergessliches optisches Erlebnis.




Alle Opern sind für D/A/CH bis zum 26.4.2020 in der Mediathek von 3sat verfügbar. 

Tagesgeschäft:

Johns Hopkins meldet für heute, 29.3. 17:00 Uhr 58 247 Fälle, das ist innerhalb 24 Stunden ein Anstieg um 9 %, also etwa so viel wie gestern und damit immer noch moderat! Verflacht sich die Kurve?

Um 14 Uhr sind 2943 SARS-CoV-2-Fälle in Hessen bestätigt. Das sind 167 mehr als am Vortag. Ein Anstieg von nur 6%, deutlich schwächer als am Vortag.
In Darmstadt sind 59 Fälle gemeldet, einer mehr als gestern. 
Körpertemperatur: 10:00 Uhr: 36,4°. 
11 400 Schritte.

Ein wichtiger Hinweis zu den gemeldeten Zahlen und den Steigerungsraten.
Streng genommen sind die Zahlen nur vergleichbar, wenn ausschließlich solche Menschen getestet werden, die eindeutig Symptome für eine Infektion aufzeigen. Sobald - oder insofern - man dazu übergeht, möglichst viele Menschen zu testen, auch ohne Symptome, sind Vergleiche obsolet. Man weiß dann nicht mehr, ob ein Anstieg auf die erweiterten Tests zurückzuführen ist, oder ob sich das Virus tatsächlich noch weiter ausgebreitet hat. Alles schwierig ohne die Basiszahl: Anteil der positiv Getesteten an allen Getesteten.