Darmstadt -> Rastatt -> Aglasterhausen
Still Got The BluesWieder auf der Autobahn. Von Darmstadt nach Rastatt, um Blumen am Grab meiner Mutter zu deponieren. Und von Rastatt zurück nach Aglasterhausen. Immer auf der A5 und der A6.
Der Verkehr ist deutlich stärker als vorige Woche, hat aber seinen nervigen Normalzustand noch nicht erreicht. Immer noch Dominanz der Autos mit den 4 Ringen, die mit 180 km/h die dritte Spur für sich beanspruchen. Aber fairerweise muss ich gestehen, es nerven keine Lichthupen oder sonstige Drängelmechanismen. Dafür rund um das Walldorfer Kreuz LKW-Unfälle zu Hauf und Staus kilometerlang. Gottseidank auf der Gegenrichtung.
Ansonsten schleppen sich die Tage mit dem Virus so dahin. Als Pensionär ist der Unterschied zu einem normalen, virusfreien Wochentag nicht allzu groß. Man ist in Hessen/Baden-Württemberg nur wenig in seinem Bewegungsradius eingeschränkt. Kinos und Theater sind zwar geschlossen, aber auf dem Land interessiert das keine Sau. In der Stadt ist deutlich weniger Hektik zu spüren als zu normalen Frühlingszeiten.Dass man allerdings die Enkelkinder nicht besuchen kann nervt.
Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie sind wenig zu verspüren, wenn man ein festes Einkommen hat, Rente oder Pension bezieht, oder wie bisher weiterarbeiten kann. Es gibt aber diese Probleme. Wie die Wirtschaft herunter gefahren worden ist, erkenne ich an einem kleinen Detail: Die Autobahnzufahrt bei Rastatt-Nord war seit Jahren, seit unzählige Transportunternehmen sich in der Umgebung angesiedelt haben (bzw. wurden!) immer mit einer langen Schlange LKW’s blockiert, die sich an zwei Ampeln stauten. Heute dagegen: fließender Verkehr, kaum ein LKW fährt auf die Autobahn, freie Fahrt für freie Bürger. All die Waren, die hier nicht transportiert werden, wurden nicht produziert, Das heißt ausbleibende Umsätze, Einkommen, Gewinne, Steuern, Abgaben, Investitionen, und dies wird einen massiven Einbruch im Bruttoinlandsprodukt verursachen. Ich will mir gar nicht ausmalen, wie der Staat seine drastisch steigenden Ausgaben finanzieren will und hoffe, dass wir wieder heil aus der Krise kommen und sich nicht eine lang andauernde Wirtschaftsdepression mit den furchtbaren Folgen von Massenarbeitslosigkeit einstellt. Keynes, übernehmen Sie (mal wieder?)!
Johns Hopkins meldet für heute, 22.4. 17:00 Uhr 149 044 Fälle, das ist innerhalb von 24 Stunden wieder ein Anstieg um etwas weniger als 1%.
Um 14 Uhr sind 7 446 SARS-CoV-2-Fälle in Hessen bestätigt. Das sind 141 mehr als am Vortag, also fast doppelt so viele. Ein Anstieg von etwa 2%.
In Darmstadt sind heute 164 Fälle gemeldet, vier mehr als gestern. Das entspricht einem Zuwachs von ca. 2,5%.
Bezüglich der Daten und deren Aussagekraft gelten aber immer noch die Einschränkungen, die ich am 29.3. hier gemacht habe.
Körpertemperatur: 18:00 Uhr 36,3°
9 300 Schritte.
