Donnerstag, 30. Juni 2016

2016: Meine Straße

Ludwigshöhstraße Darmstadt-Bessungen







Mein Cafe:




Dienstag, 21. Juni 2016

Birgit und Bier

Element of Crime EoC

Es muss so Anfang der 2000er gewesen sein, als ich zum ersten mal in Berlin 'Element of Crime' live hörte. Natürlich war mir der Name der Band schon bekannt, und bekannt war mir auch, dass sie vorwiegend deutsche Lieder machten, aber genau das hatte mich bis dahin nie interessiert. Ich musste dann immer an Nena denken.

Also: Live-Konzert mit EoC - und ich war hingerissen. Ein etwas korpulenter Mann mit einer Trompete, einige auch schon ältere Herren an Schlagzeug, Gitarren und Klavier machten eine wunderschöne Musik mit sehr poetischen Texten.
Kurz: Nach und nach habe ich mir eine kleine DVD-Sammlung zugelegt und wenn ein Konzert der Band in unserer Nähe stattfindet, gehen Sabine und ich hin.
Mein Lieblingslied in Berlin war übrigens "Alle Vier Minuten" mit den Zeilen:

Alle vier Minuten kommt die U-Bahn hier vorbei
und alle dreieinhalb Minuten kommt ein neues Bier
und ich sage dir, das ist ungesund
Weil es nämlich irreführend und gefährlich ist,
wenn etwas U-Bahn heißt, das über unsren Köpfen rattert, schließlich steht das 'U' für Untergrund

Lass' uns nochmal um die Häuser zieh'n
schonungslos und ohne Hintersinn
willenlos und immer mittendrin
an den letzten warmen Tagen in Berlin

Seither sind viele Jahre ins Land gegangen, aber die neueste CD von EoC habe ich mir immer zugelegt. So auch "Immer Da Wo Du Bist Bin Ich Nie":


Mein Lieblingslied: "Kaffee und Karin" mit dem Refrain
Kaffee und Karin
Birgit und Bier
Jammern und Picheln im Gartencafé
Worte und Weißwein
Torte und Tier 
Und nur wenn ich lachen muss, 
und nur wenn ich lachen muss, tut es noch weh. 



Wer sich immer mal gefragt hat, wer diese Birgit ist: Es ist 
Birgit Kraft aus Rothaus:

Mehr zu Birgit Kraft hier: http://www.stupidedia.org/stupi/Birgit_Kraft

Karin ist manchmal hier anzutreffen

cafe karin | willkommen

und Birgit&Bier gibt's auch hier:


Links:
Homepage von EoC

EoC bei Facebook
Wikipedia


Montag, 20. Juni 2016

Meine neue Geheimwaffe

gegen Schnecken: Alufolie.
Ob es hilft, weiß ich nicht*. Auf jeden Fall höre ich es, wenn die erste Regentropfen fallen.



Zum Thema Schnecken, siehe hier ein älterer Post von mir: Klick

* Nachtrag: Es hilft definitiv nicht!

Meine Oma liebt Schnecken:


Soundtrack of My Life #1

Georg Stefan Troller - Pariser Journal


Zu den Kultsendungen im Fernsehen der 60er und 70er Jahre gehörten ohne Zweifel Georg Stefan Trollers "Pariser Journal" (1962–1971, 50 Folgen) und die "Personenbeschreibung" (1971–1993, 70 Folgen). Der "Soundtrack" dazu war die sonore, niemals aufgeregte Stimme Georg Stefan Trollers, die ich heute noch im Ohr habe. 
(Hier nur kurz zu hören**, aber vieles aus seiner Sicht zu sehen:


GST zeigte uns nicht "Paris - Stadt der Liebe", sondern das Paris der bizarren Gestalten, versteckten Ecken, pittoresken Plätzen, und da 1969* einige der Reportagen als Taschenbuch veröffentlicht wurden, war er für jeden, der unter 30 Jahre war, DER alternative und ultimative Reiseführer für eine Reise nach Paris .



Leider findet man heute bei youtube.de keine vollständige Sendung aus dem 'Pariser Journal'. Das Buch gibt es aber noch überall im Antiquariat.

Ein Wiedersehen mit einigen Interviewpartnern (Juliette Greco, Catherine Deneuve u.a.) feierte GST 2004; anzuschauen auf DVD:

(bei Amazon: Georg Stafan Troller!)

SCHNITT

Und nun Werbung für eine Zeitschrift, die ich von der ersten Nummer an abonniert habe und die dankenswerterweise seit einigen Jahren GST die Gelegenheit gibt , eine Quasi-Autobiographie zu schreiben: 

LETTRE INTERNATIONAL


Im aktuellen Heft 113  hat GST jene Lebensphase erreicht, als er beginnt das Pariser Journal zu schreiben und zu filmen. Er berichtet von seinen Tricks und Kniffs, wie er seine Protagonisten zum Reden brachte und welch unüberwindlichen Hürden manchmal doch überwunden wurden. 

GEORG STEFAN TROLLER
DAS PARISER JOURNAL
Die Nacht ist vorbei und der Wind hebt an in der Stadt die vergißt
LETTRE INTERNATIONAL 113, S.102-109

Dort finde ich dieses wunderschöne Bild, (über das vielleicht nicht alle lachen können):
Tragen Sie immer passende Unterwäsche - die von ROSY
Aber auch das:


Und das ist dann Teil meiner Geschichte der 60er Jahre. Allerdings nicht in Paris sondern Frankfurt a.M.

INFO: GST bei WIKIPEDIA

*Sogar vorher schon als gebundene Ausgabe: Troller, Georg Stefan: Pariser Journal.Ein Buch für Liebhaber und Eingeweihte.Marion von Schröder Verlag, Hamburg 1966.

**Nachtrag: Die Sängerin des Liedes 'Rue St.Vincent' ist die betörende Cora Vaucaire, die leider nicht mehr unter uns weilt. Links: Wikipedia.fr  Videos bei Youtube

Dienstag, 14. Juni 2016

Unvergleichlich erfolgreich

AR-15. Kann in den den meisten US-Staaten gekauft werden.
Sehr erfolgreich 2012 in Aurora (12 Tote); Newton (27 Tote, darunter 20 Kinder), 2015 in Colorado Springs (3 Tote); 2016 Orlando (50 Tote).
Weitere Erfolgsmeldungen in Zukunft.

Sonntag, 12. Juni 2016

Alles hängt (immer noch) mit allem zusammen

Letzte Woche sah ich mir (mal wieder) einen chinesischen Film aus meiner DVD-Sammlung an:
Die Reise des chinesischen Trommlers (engl.: The Drummer; chin.: Zhàngǔ  战鼓) 
von Kenneth Bi 

Der Film erzählt die Geschichte des verzogenen Sohnes eines HongKong-Gangsters auf seinem Weg zur Selbstfindung. Weil er einen großen Gangster beleidigt hat, wird von seinem Vater (auch ein Gangsterboss) in Taiwan versteckt und flüchtet aufs Land zu einer zenorientierten Trommeltruppe, bei er das spiritistische Trommeln lernt. 

Irgendwie klingelte etwas in meinem Unterbewusstsein, als habe ich das schon mal gesehen. 
Im Nachspann (und später auf dem Cover) las ich: U-Theatre Taiwan. Es klingelte lauter und ich ging in meinen Kleiderschrank und fand das: 



Ich erinnere mich: Das war 2003 in Berlin, als ich und meine damalige Partnerin Susanne auf Einladung ihres Chefs eine Vorstellung des U-Theatres besuchten und ich mir dieses T-Shirt kaufte. 

Im Internet findet man einen Zeitungsbericht zu diesem Konzert: Klick

Die Truppe gibt es heute noch; die Beziehung hielt nicht so lange.

Links



Samstag, 4. Juni 2016

Am Tag als der Regen kam

und leider blieb.

Donnerstag, 2. Juni 2016

The Times They Are A-Changin’


Schon mal vormerken:

Die Oktoberrevolution findet 2016 ausnahmsweise in RASTATT statt, und in der Hauptrolle nicht mit W.I. Lenin sondern mit Konstantin Wecker:



Dazu passt vielleicht:
Erich Mühsam (1878-1934)
Der Revoluzzer
War einmal ein Revoluzzer
im Zivilstand Lampenputzer;
ging im Revoluzzerschritt
mit den Revoluzzern mit.
Und er schrie: "Ich revolüzze!"
Und die Revoluzzermütze
schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.
Doch die Revoluzzer schritten
mitten in der Straßen Mitten,
wo er sonsten unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.
Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus,
zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unser Revoluzzer
schrie: "Ich bin der Lampenputzer
dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Wenn wir ihn' das Licht ausdrehn,
kann kein Bürger nichts mehr sehen.
Lasst die Lampen stehn, ich bitt! -
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!"
Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.
Dann ist er zu Haus geblieben
und hat dort ein Buch geschrieben:
nämlich, wie man revoluzzt
und dabei doch Lampen putzt.
(gewidmet der deutschen Sozialdemokratie)
Quelle: http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/allegedichte/gedicht_1592.html

Dienstag, 31. Mai 2016

Nachts wenn der Teufel kommt











Die Schnecken

Rötlich dämmert es im Westen
Und der laute Tag verklingt,
Nur daß auf den höchsten Ästen
lieblich noch die Drossel singt.

Jetzt in dichtbelaubten Hecken,
Wo es still verborgen blieb,
Rüstet sich das Volk der Schnecken
Für den nächtlichen Betrieb.

Tastend streckt sich ihr Gehörne.
Schwach nur ist das Augenlicht.
Dennoch schon aus weiter Ferne
Wittern sie ihr Leibgericht.

Schleimig, säumig, aber stete,
Immer auf dem nächsten Pfad,
Finden sie die Gartenbeete
Mit dem schönen Kopfsalat.

Hier vereint zu ernsten Dingen,
Bis zum Morgensonnenschein
Nagen sie geheim und dringen
Tief ins grüne Herz hinein.

Wilhelm Busch

Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.


Roboter jagt Schnecken

Britische Forscher arbeiten an einem Roboter, der Schnecken aus Gärten und Felder einsammeln kann. Seine Antriebsenergie soll der `Slugbot´ aus Biogas beziehen - das aus den Schnecken gewonnen wird. Erste Feldtests wollen Ian Kelly und seine Kollegen von der University of the West of England Anfang nächsten Jahres durchführen.

Der Prototyp besteht aus einer 45 Zentimeter großen Aluminiumbox auf vier Rädern, in der die Steuereinheit, die Batterie und eine Reihe sparsamer Elektromotoren sitzen. Die Schnecken werden mit einem ausfahrbaren, drehbaren Greifarm aus Kohlefasermaterial eingesammelt, der in einem dreifingrigen Greifer endet. Die maximale Sammelgeschwindigkeit beträgt etwa zehn Schnecken pro Minute.

Der Slugbot soll bis zu zehn Schnecken pro Minute einsammeln.

 
Da seine `Beute´ nachtaktiv ist, soll auch der Schneckenjäger nachts auf Sammelfahrt gehen. Der Suchmechanismus funktioniert nach einem relativ simplen Prinzip: Der Roboter strahlt rotes Licht auf den Boden im Umfeld. Der Bildsensor sieht die Schnecken hinter einem roten Filter als leuchtend weiße Flecken vor dunklem Hintergrund. 

Per Bilderkennungssoftware prüft Slugbot, ob diese Flecken tatsächlich die korrekte Schneckenform haben. Pro Quadratmeter dürften sich laut Kelly beispielsweise in einem Feld mit Winterweizen bis zu 200 Schnecken tummeln. Wenn der Sammelbehälter voll oder die Batterie leer ist, soll der Roboter zu einer Basisstation zurückkehren. Den Weg dorthin findet er mit Hilfe des Differential Global Positioning System (DGPS) und mit einer Infrarot-Suchautomatik. Hindernissen soll Slugbot mit Hilfe von Sonar und Berührungssensoren ausweichen. An der Bodenstation kommen die gesammelten Schnecken dann in eine Fermentierungskammer, wo Bakterien sie zu Biogas umwandeln. Das Biogas befeuert eine Brennstoffzelle, aus deren Strom die Roboterbatterie aufgeladen wird. (wst)
c't 24/1999, S. 60

Montag, 23. Mai 2016

Alles hängt (irgendwie) mit allem zusammen

Martin Walser hat einen neuen Roman veröffentlicht ("Ein sterbender Mann"), 

aber nicht alleine daran geschrieben, sondern eine Art "Ko-Autorin" gehabt. Bei Spiegel online finde ich dazu eine Notiz: Martin Walser und Koautorin Thekla Chabbi, "Liebe kann per Sprache stattfinden"
http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/martin-walser-und-koautorin-thekla-chabbi-liebe-kann-per-sprache-stattfinden-a-1084995.html

Darin das Zitat:
Auf die Frage, ob sich ihre Beziehung von der Schreibgemeinschaft zur Wohn- und Lebensgemeinschaft entwickelt habe, antwortet Walser: "Mit mir gibt es nur noch Todesgemeinschaft." Allerdings könne Liebe auch "per Sprache stattfinden". 
Chabbi, Chabbi? Der Name kommt mir doch bekannt vor!

Ja, Thekla Chabbi ist die Autorin eines Lehrwerks der chinesischen Sprache, das ich seit 3 Jahren (gefühlt: 20 Jahre) benutze und mit dem ich in VHS-Kursen meine mageren Chinesisch-Kenntnisse immer mal wieder erhalten und erweitern will. Der Kurs hörte leider regelmäßig nach dem 3. Semester auf, da die Teilnehmerzahl dann vorhersehbar unter 4 aufrechte alte Männer fällt.



Das Lehrwerk ist ganz hervorragend: Ein Kursbuch, ein Arbeitsbuch, sehr gut didaktisch und methodisch aufbereitet, das Beste, was ich bisher in den Händen hielt -  wenn man davon absieht, dass der Kurs nicht direkt auf eine HSK-Prüfung vorbereitet und die Preisgestaltung schon etwas Absahniges hat: 

Kursbuch, Arbeitsbuch mit CD, CD zum Kursbuch, "Schlüssel" zum Arbeitsbuch, Intensivtrainer mit 2 CD's und, wer will, ein Lehrerhandbuch - alles zusammen fast 90€, nicht schlecht vom Marketing konzipiert. Aber wie gesagt, die Ausgaben für Kurs- und Arbeitsbuch und CD lohnen sich wirklich.

Frau Chabbi hat auch eine eigene Sprachschule in München: Klick 

Das wars aber noch nicht, denn jetzt kommt eine nette Überraschung: Frau Chabbi war lange (?) mit Guildo Horn verheiratet und verknüpft damit in ihrer Person aufs Schönste die hohe mit der nicht ganz so hohen Kultur. Chapeau!

Fußnote: 
Dass Frau Chabbi Autorin eines chinesischen Lehrwerkes ist, scheint niemand aufgefallen zu sein:

"Ein sterbender Mann" heißt der neue Roman von Martin Walser. Donnerstagabend stellte er das Buch in Hamburg vor und verriet, dass Teile des Buches nicht von ihm sind, sondern von Thekla Chabbi.
NDR.DE|VON NDR
Eine sehr kritische Rezension des Buches von Walser in der SZ: Klick