Dienstag, 5. Januar 2016

2015: Das Jahr der Heulsusen












Meine Hitparade der Heulsusenmusik  
  • Revolverheld, Lass uns gehen (OK – haut ab!)
  • Mark Forster, Kopf und Bauch  (15 und verliebt, dann gibt es solche Texte)
  • Cro, Melodie (Häschenmusik - oder ist es ein Fuchs?)
  • Adele, Hello (Schnarch)
Zu Adele muss man natürlich was sagen: Ich finde ihre Stimme großartig und bei ihrem Song Skyfall läuft es mir noch heute kalt den Rücken herunter. Aber leider verkommt ihre Traurigkeit mittlerweile zur Masche und wird einfach langweilig. 

Frauenranschmeißermusik Nr. 1

Revolverheld, Ich lass für dich das Licht an (2014)

Ich lass für dich das Licht an, obwohl's mir zu hell ist
Ich schaue mir Bands an, die ich nicht mag
Ich gehe mit dir in die, schlimmsten Schnulzen
Ist mir alles egal, Hauptsache du bist da.

Frauen, wollt ihr wirklich solche Männer?

Es gab auch erfreuliches im Jahre 2015: Lange nichts mehr von der Oberheulsuse  „Passenger“ und seinen Löchern gehört. (Das lässt für 2016 allerdings das Schlimmste, ein Comeback, befürchten.)


Literarisch 

Vielleicht: Peter Wohlleben Dasgeheime Leben der Bäume. Was sie fühlen, wie sie kommunizieren - die Entdeckung einer verborgenen Welt. Ein neuer Blick auf alte Freunde

In der Verlagswerbung dazu heißt es: „Erstaunliche Dinge geschehen im Wald: Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen. Bäume, die Empfindungen haben, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich?“

In der Tat unglaublich. Herr Wohlleben hat wahrscheinlich ein tolles Buch geschrieben* und versteht sich selbst als Übersetzer von Wissenschaft ins Deutsche – und das heißt, dass er biologische, physikalische und chemische Prozesse mit menschlichen Metaphern versieht (antropomorphisiert) um sie verständlicher zu machen. 

Das ist ungefähr so, als würde man schreiben, dass Anionen in Kathoden verknallt sind , denn erstere werden ja von letzteren unwiderstehlich angezogen. 
Leider haben die Anionen keine Wahl, aber Menschen haben sie. Menschen können ihre Angehörigen liebevoll, weniger liebevoll, lieblos oder überhaupt nicht umsorgen und pflegen. Wir haben die Wahl, Bäume nicht. Deshalb ist der Satz, „Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Bäume liebevoll umsorgen und pflegen“ einfach nur Quatsch umsatzsteigerndes Methaperngeklapper, das Unbedarfte aber gerne glauben. 

Das ändert nichts daran, dass ein nachhaltiger, naturnaher Umgang mit dem Wald, den Wohlleben fordert, eine vernünftige und unterstützungswürdige Sache ist.


Politische Heulsusen

Pegida: Machen sich in die Hosen, weil sie den Dresdener Zwinger verlassen sollen. "Wärt ihr doch im Sachsenland geblieben, niemand liebt euch, deshalb lasst es lieber sein.“


Antiheulsuse des Jahres

Angela Merkel, Wir schaffen das!  
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* Ich habe das Buch nicht gelesen und werde es auch nicht tun, weil ich mir mittels der kaum zu überblickenden Interviews mit dem Autor und der vielen Zitate, die man nachlesen kann, auch so eine Meinung bilden kann (s.o.).

2015 - Das Jahr, in dem Europa in die Krise gerät














Schönstes Ereignis 
Caro und Kristian werden Eltern


Größte Erleichterung
Mutter geht auf eigenen Wunsch ins Altersheim und ich kann die alte Wohnung auflösen


Schönste Prognose
Opa im Februar 2016


Das Buch, das mir am besten gefallen hat:
Ulla Hahn, 
Das verborgene Wort


Bestes Sachbuch 


Bestes Lachbuch
Eduard Augustin: Ein Mann – ein Buch


Liebste Musik
Element of Crime: Lieblingsfarben und Tiere


Beste Film-DVD
Serie: The Wire


Bild des Jahres:


Konzert des Jahres


Schönster Urlaub
Wandern in den Pyrenäen (unvollendet)


Größte Investition


Herausragendes politisches Ereignis
A.Merkel: „Wir schaffen das!“


Herausragendes soziales Ereignis




Mein liebstes Zitat zum Abschluss

„Denn eins war sicher: Keinem Menschen blieben Tragödien und Rückschläge erspart, keiner konnte der Tatsache entfliehen, dass alle und alles im Wandel war, starb und verschwand. Lebewesen, Freundschaften, Liebschaften, Städte, Träume, das und alles andere war unbeständig, das einzig Beständige und Unausweichliche war die Auslöschung.“
Kjell Westö, Wo wir einst gingen S.481

2015: Mein Dezember bei Facebook

2.Dezember DVD-Abend mit einem meiner Lieblingsfilme:   


5. Dezember: Neuen Stern gekauft: Erschöpfung - (ein unerschöpfliches Thema):


6. Dezember um 18:02 · 


6. Dezember: Oh, was für ein schöner Tag:


Der SV Darmstadt 98 hat das Hessen-Derby bei Eintracht Frankfurt für sich entschieden: Aytac Sulu (30.) sorgte mit seinem Tor zum 1:0 (1:0) für den Auswärtssieg


Maggie hat mir einen Pulver-Tee mitgebracht:
Nimmt man dafür kochendes Wasser?
吳瓊姿 Mit kochendem Wasser

Dezember: Darmstadt, obere Rheinstraße vor der Umgestaltung
















11. Dezember
Wenn es mal richtig scheiße läuft sollte man diesen Film schauen: Entweder man gibt sich dann die Kugel oder ist für immer geheilt.
The Big Lebowski
















Bei Facebook findet man immer interessante Anregungen für ein Hobby:
15. Dezember Ich arbeite an einem neuen Blog für die Schule.

Literatur to go: Verpflichtende Lektüren für das Landesabitur Hessen 2016 von Herrn Sommer mit Playmobilfiguren nach- und von mir zusammengestellt:


LITERATUR-TO-GO.BLOGSPOT.COM|VON REINER WADEL


Der Dezember war insgesamt ziemlich warm. Ist das der Klimawandel?
Donnerstag, 17. Dezember: